Mittwoch, 19. Februar 2014

Hollywood in Marokko



Marokko´s wundervolle Berglandschaft war Kulisse
 eines Hollywood - Thrillers in den siebziger Jahren. 
Die Hintergründe wollen wir Euch hier etwas näher vorstellen. 




Fakten und Hintergründe zum Film: "The Hills have Eyes 2" 


Da ein großer Teil des Erfolgs von "THE HILLS HAVE EYES" mit seinen endlosen und fantastischen Wüsten-Locations zu tun hatte, beschloss das Produktionsteam, die Fortsetzung wieder in Marokko zu drehen. Die nicht enden wollenden marokkanischen Wüsten und Bergregionen gaben ein wunderbares Landschaftsbild für die eigentliche Location New Mexico ab. Die Crew kam nach Ouarzazate, die Film-Hauptstadt Marokkos, zurück, in der bereits Filmgrößen wie David Lean, Ridley Scott, Bernardo Bertolucci, Martin Scorsese und Oliver Stone gedreht haben. „Ouarzazate ist eine unglaublich Filmstadt“, sagt Wes Craven. „Jeder in dem Ort ist Statist oder baut Sets oder näht Kostüme, alle haben irgendwie mit dem Thema zu tun. Wir benutzten noch mal das de Laurentiis-Studio ein paar Meilen außerhalb.“



Da große Teile des Films auf den Hügeln mitten in der Wüste spielen, war ein Production Designer unerlässlich, dem die Gegend vertraut war. Produzentin Marianne 





Maddalena erzählt: „Wir stießen auf Keith Wilson, weil er bei einer ganzen Reihe von Filmen in Ouarzazate mitgearbeitet hat. Als wir uns seine Website ansahen, waren wir sicher, dass er genau zu unserem Projekt passen würde. Das sieht man jetzt im Film – seine Sets sind fantastisch!“ Wilson, der für seine Arbeit bei „Stalin“ mit einem Emmy Award ausgezeichnet wurde, und der sonst hauptsächlich das Design familienfreundlicher Fernsehfilme wie „Mary, Mother of Jesus”, „Oliver Twist” oder „A Christmas Carol” entworfen hatte, brannte darauf, endlich mal zur Sache kommen zu können. „Ich war schon immer Fan von Horrorfilmen“, gesteht Wilson. „Wenn man sich meine Zeichnungen anschaut, ist das unübersehbar. Vor vielen Jahren habe ich bei THE REVENGE OF DR. DEATH („Das Schreckenshaus des Dr. Death“, 1975) mit Vincent Price und Peter Cushing, den großen Horror-Stars jener Zeit, mitgearbeitet.“ Wilsons großer Erfolg ist auch dem talentierten Team geschuldet, mit dem er arbeitet.


„Mein Art Director Alistair Kay ist großartig, wir arbeiten seit mehr als zwanzig Jahren zusammen“, erzählt Wilson. „Er setzt alle meine Ideen um. Ich lege ihm einen Entwurf vor und er fängt an zu arbeiten. Er ist das Bindeglied zwischen mir und den zu bauenden Sets. Außerdem toleriert er mein schlechtes Benehmen und meine cholerischen Anfälle – er weiß gut mit mir umzugehen.“ 

Ein weiteres wichtiges Mitglied in Wilsons Team, das mit einem Oscar für ihre Arbeit bei 



THE AVIATOR („Aviator“, 2004) ausgezeichnet wurde, ist Set Decorator Luca Tranchino. 
„Ich habe drei Filme mit ihm gemacht und er passt sehr gut in unsere Familie“, sagt Wilson. 
„Luca versteht sehr viel von Geschichte und ist sehr genau, was historische und stilistische Details angeht. Er kann meine Zeichnungen interpretieren, er greift meine Anregungen auf und entwickelt sie weiter.
 Wir arbeiteten die ganze Zeit sehr eng zusammen.“ Marokko wie New Mexico aussehen zu lassen,


brachte seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich. Auch wenn der Film in der Gegenwart spielt, reicht der zeitliche Rahmen der Minen-Sets von der Jahrhundertwende bis zurück zu den 1950er Jahren. Zehn Container voll mit Ausstattungsgegenständen wie Fernsehapparate, Sofas, Schuhe usw. wurden aus den USA herübergebracht, um den Sets einen authentischen Look zu verleihen. Chefkameramann Sam McCurdy findet: „Das Production Design ist wunderbar. Es vermittelt ein echtes Gefühl vom Amerika der 50er und 60er Jahre. Man meint, die Mutanten seien schon seit einer Ewigkeit da.“ 



 Da viele Sequenzen des Films in verschiedenen Sektionen der Mine spielen, wurde viel Energie in die Recherche für deren Design investiert. Alistair Kay erklärt:
 „Laut Drehbuch wurde in der Mine zuletzt vor dem Zweiten Weltkrieg gearbeitet, aber einige Teile stammen aus der Zeit der Jahrhundertwende. Dann kam das Militär und die Regierung übernahm die Mine, um darin Atombombentests durchzuführen.“ Das Produktionsteam arbeitete sich durch tausende von Bildern von Minen aus aller Welt und sammelte die besten Ideen für unseren Film. „Wir wollten, dass man sehen kann, dass die Tunnels von Menschen gegraben wurden“, sagt Alistair. 
Das wurde dadurch erreicht, dass die Designer ein revolutionäres Baumaterial namens Armadillo Foam benutzten, das vorher schon bei THE DESCENT zum Einsatz gekommen war. 
Das stabile Schaummaterial kann in jede beliebige Form gebracht und anschließend angemalt werden. 



„Man kann fantastische Formen herstellen“, 


sagt Alistair. „Das ermöglicht Tiefe, Winkel und Strukturen. Der Tunnel, in dem gekämpft wird, hat Schlupfwinkel, hinter denen man sich verstecken und Schatten werfen kann. Dieser Tunnel hat fast die Qualität einer Kathedrale.“ Die größten technischen Herausforderungen waren der obere und der untere nasse Tunnel, die bis zu vier Tonnen Wasser auf zwei Ebenen halten konnten.
„Bezüglich der Flächen, die wir benutzen konnten, waren wir Beschränkungen unterworfen. 
Wir mussten aus der Fläche herausholen, was möglich war. Es musste alles in einen Tank passen, der etwa 10 x 20 m groß und ca. 3 m tief war. Glücklicherweise wirken die Tunnel richtig gut, richtig gruselig!“







Quelle: www.cinefacts.de
Fotos: Angelika Kallenbach





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